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Grsak u.a.: Frauenorganisationen im Widerstand

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Im November 1945 wurde die Föderative Volksrepublik Jugoslawien ausgerufen. Fünfzig Jahre später, fast auf den Tag genau, besiegelten nach mehr als vier Kriegsjahren die Kriegsparteien unter dem Druck der USA mit dem Friedensvertrag von Dayton die Desintegration Jugoslawiens.
Im Vordergrund dieser Ereignisse standen und stehen Männer: Als Kriegstreiber und -verbrecher, Helden, Eroberer, Präsidenten und diplomatische Vermittler.
Der vorliegende Band stellt Frauen als Akteurinnen der Geschichte in den Mittelpunkt. Als engagierte Aktivistinnen politischer Frauenorganisationen widersetzen sie sich den ihnen von der Gesellschaft zugewiesenen Rollen als bedauernswerte Opfer, Leidtragende und Vergewaltigte. Sie kämpfen für die Rechte und Freiheiten von Frauen und leisten zugleich Widerstand gegen Krieg und Nationalismus und wirken mit am Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft.
Serbien, Bosnien und Kroatien sind nicht nur Krisengebiete, sondern auch Orte, an denen sich Frauen solidarisieren und sich einem menschenverachtenden System couragiert und beharrlich entgegenstellen. Die ausgewählten Texte eröffnen vielfältige Zugänge zum Thema Widerstand von Frauen und regen dazu an, stereotype Bilder vom Balkan kritisch zu hinterfragen.

"Besonders gefreut haben wir uns auch über ein druckfrisches Buch aus dem Licher Verlag Edition AV: 'Frauen und Frauenorganisationen im Widerstand in Kroatien, Bosnien und Serbien'. Das von Gršak, Marijana, Ulrike Reimann und Kathrin Franke herausgegebene Werk enthält u.a. einen langen, wissenschaftlichen Artikel des Soziologen Torsten Bewernitz über 'Geschlechterbilder in den deutschen Medien. Das Beispiel des Kosovo-Konflikts'.
Intention seiner Studie ist die „Darstellung dessen, wie deutschsprachige Medien Frauen in einem konkreten Kriegsfall – dem Kosovokonflikt – beschreiben“. Die von ihm verwandte Methode orientiert sich an der „Kritischen Diskursanalyse“ des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ausgiebig analysiert hat er die junge Welt, die Jungle World, die Emma, sowie die Graswurzelrevolution. Wer sich diese Analysen zu Gemüte zieht, kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass die GWR auch im Vergleich mit den anderen untersuchten „Alternativzeitungen“ besonders gut abschneidet. So stellt Bewernitz z.B. fest:
'Abgesehen von einem Leserbrief in der WAZ ist die Graswurzelrevolution die einzige Zeitung, die antimilitaristische Fraueninitiativen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens benennt und selber zu Wort kommen lässt'.“ Bernd Drücke (graswurzelrevolution-Koordinationsredakteur)

320 Seiten

 

 

17,00 EUR

 

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